Tarifvertrag diakonie avr ost

Die nebenstehende Tabelle zeigt die Vergütungssgruppen für Einrichtungen der Diakonie. Sie sind seit dem 01.07.2014 gültig. Die Gehaltstabelle im AVR gliedert sich in zehn Vergütungsgruppen und dreizehn Vergütungsstufen. Die Einstufung in eine Vergütungsgruppe erfolgt durch die Tätigkeitsmerkmale der jeweiligen Aufgabe. Jeder Mitarbeiter, der neu eingestellt wird, erhält die Anfangsregelvergütung, Stufe eins, der entsprechenden Vergütungsgruppe. Nach je zwei Jahren erhält der Mitarbeiter bis zum Erreichen der Endregelvergütung (letzte Stufe) die Regelvergütung der nächst höheren AVR Gehaltsstufe seiner Vergütungsgruppe. Der Mitarbeiter erhält vom Beginn des Monats an, in dem die nächste AVR Gehaltsstufe erreicht wird, die Tabellenvergütung nach der neuen Stufe. Die meisten diakonischen Unternehmen sind organisiert im Arbeitgeberverband „Verband diakonischer Dienstgeber Deutschlands“ (VdDD). Für ArbeitnehmerInnen bei kirchlichen Einrichtungen gilt nicht das herkömmliche Arbeitsrecht. ver.di kritisiert, dass sie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zweiter Klasse seien. Denn das Betriebsverfassungsgesetz und Tarifverträge zählen hier nicht. ver.di will das ändern und fordert eine bessere betriebliche Mitbestimmung, gleiche Standards wie im öffentlichen Dienst und Schutz durch Tarifverträge.

Bisher bestehen Tarifverträge zwischen ver.di und der Diakonie z.B. in der Nordkirche, der Stadtmission Heidelberg, und der Diakonie Niedersachsen. Zum Wohlfahrtsverband Diakonie gehören 17 Landesverbände. Des Weiteren gibt es drei sogenannte Erfahrungsstufen mit einer unterschiedlichen Verweildauer. Dabei handelt es sich um die Einarbeitungsstufe, die Basisstufe sowie die Erfahrungsstufe. Mitarbeiter der Diakonie, die im Osten Deutschlands arbeiten, erhalten derzeit noch niedrigere Gehälter als die Mitarbeiter West. Zukünftig sollen diese Missstände aber stetig abgebaut werden und die Mitarbeiter Ost auf das gleiche Gehaltsniveau angehoben werden. Mitarbeiter und Interessierte, die Informationen zu den AVR Gehaltsstufen erhalten möchten, können sich im Internet zum Thema AVR der Wohlfahrtsverbände ausreichend informieren. Der Verband für kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert auch zu den aktuellsten Themen via Internet, eine persönliche Betreuung ist aber auch möglich. Die Gewerkschaft für Kirche und Diakonie informiert ihre Mitglieder auch rund um das Thema AVR Gehaltsstufen. Die rund 525.000 Beschäftigten der Diakonie bekommen ein Gehalt nach den AVR-Richtlinien. Wir zeigen an Hand der AVR-Gehaltstabelle, wie viel Beschäftigte bei der Diakonie verdienen.

Die Diakonie als religiöser Wohlfahrtsdienst hat besondere Rechte, was zum Beispiel das Arbeitsrecht angeht. So gibt es den kirchlichen Sonderweg. Arbeitnehmer der Diakonie dürfen zum Beispiel nicht streiken. In der Kirche und Diakonie gibt es also ein eigenes Arbeitsrecht. Dieses ist unter anderem in der „Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes“ (AVR-Caritas) festgeschrieben. Diese sind das Regelwerk, nach dem die hauptamtlichen Mitarbeitenden der Einrichtungen und Dienste in der Caritas beschäftigt und entlohnt werden. Kirchen sind der zweitgrößte Arbeitgeber nach dem öffentlichen Dienst. Allein in der Diakonie, dem Wohlfahrtsdienst der evangelischen Kirche, arbeiten 525.000 Beschäftigte. Sie arbeiten etwa in der Altenpflege, der Kinder- und Jugendhilfe, der Krankenpflege oder der Behindertenhilfe. Sie alle kümmern sich um rund 10 Millionen Menschen, die Pflege, Betreuung oder Hilfe benötigen. In der AVR regelt die Diakonie Urlaubstage, Gehälter, Arbeitszeiten usw. Die Leitrichtlinien einschließlich Leittarif für die Berufe am Menschen bei der Diakonie heißen AVR.

DD.

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